Mit dem Regionalexpress ins Imperium Romanum

07.07.2026

Am 09.06.2026 brachen die Lateinklassen der 9. Klassen des Albert-Einstein-Gymnasiums mit dem Regionalexpress um 09:11 Uhr in Richtung Aalen auf, um das dortige Limesmuseum zu besuchen. Während der nächstgelegene Punkt des Limes, der Abgrenzungswall des römischen Reichs zu den nicht eroberten von den germanischen Völkern besiedelten Gebieten, einige Kilometer nördlich von Aalen liegt, befand sich dort das größte Reiterkastell nördlich der Alpen, auf dessen Ruinen 1964 das Limesmuseum Aalen als Zweigmuseum des Landesmuseums errichtet wurde.

Nachdem wir, glücklicherweise pünktlich, in Aalen angekommen und einige Minuten in Richtung Museum gelaufen waren, wurden wir in zwei Gruppen unterteilt, die jeweils unterschiedliche Aktivitäten absolvierten.

Zu Beginn erhielten wir die Möglichkeit, uns selbst ein Andenken an den Besuch zu schaffen, indem wir, ähnlich wie die römischen Soldaten vor zweitausend Jahren im Kastell, unterschiedliche Buchstaben in Leder prägten.

Im Anschluss berichtete uns unser Museumsführer davon, wie die römischen Bürger und Bürgerinnen sich damals kleideten, wobei einige von uns sich dann selbst die Kleidung überstreifen durften.

Zuletzt erhielten wir noch eine Führung durch die Dauerausstellung zur Militärbasis in Aalen und erfuhren viel Interessantes über das römische Reich und das Leben in selbigem. Besonders spannend waren hierbei die Exkurse in die Münzprägung im römischen Reich und der damalige Wert des Geldes und in die Integration der Bewohner der Grenzgebiete in die römische Armee als Auxiliarsoldaten, welche zu Hochzeiten die Hälfte der gesamten Armee ausmachten.

Eine Mittagspause später machten wir uns dann wieder auf den Weg zurück zum Hauptbahnhof und fuhren mit vielen neuen, spannenden Eindrücken im Gepäck zurück nach Ulm, wo unsere Exkursion dann um 16 Uhr endete.

Zusammenfassend war der Tag zwar zum einen sehr lehrreich, machte aber zum anderen auch großen Spaß und wird uns in Rückschau auf unsere Zeit als Lateinschüler in guter Erinnerung bleiben.

Theodor Mühlich (9e)