Bilingualer Zug

Die herausragende Bedeutung von Englisch als Welt – und Wissenschaftssprache steht außer Frage. Gerade in der Zeit eines zusammenwachsenden Europas und der Internationalisierung vieler Lebensbereiche gewinnt die englische Sprachkompetenz eine zunehmende Bedeutung in Studium und Beruf. Zur Erreichung dieser Sprachkompetenz kann der bilinguale Unterricht einen entscheidenden Beitrag leisten.

Seit dem Schuljahr 2010/11 gibt es deshalb am Albert-Einstein-Gymnasium einen bilingualen Zug mit der Unterrichtssprache Englisch. Ab dem Schuljahr 2013/14 wird der bilinguale Zug als G9-Klasse geführt. Durch die Integration in den G9-Zug wird eine zeitliche Überlastung der Schülerinnen und Schüler vermieden.

Was ist bilingualer Unterricht?

Beim bilingualen Unterricht handelt es sich um den in einer Fremdsprache erteilten Sachunterricht (z.B. Geografie oder Geschichte oder Biologie). Im Vordergrund steht dabei weniger die grammatikalisch perfekte Ausdrucksweise der Schülerinnen und Schüler als vielmehr der freie Umgang mit der Fremdsprache sowie die Aneignung und Anwendung thematischer Fachbegriffe.

Übersicht über den bilingualen Zug

- Kl. 5 und 6: verstärkter Englisch-Unterricht (insgesamt +3 Std.)
- Kl. 7: Geographie (+1 Std.)
- Kl. 8: Geographie (+1 Std.)
- Kl. 9: Geschichte (+1 Std.)
- Kl. 10: Gemeinschaftskunde (+1Std.), Biologie (+2 Std.)
- Kl. 11: Biologie

Oberstufe:

- Basisfach Geschichte bilingual + Leistungsfach Englisch → bilinguales Zertifikat

Wie wird der bilinguale Zug organisiert?

Schülerinnen und Schüler, die sich für den bilingualen Zug entscheiden, erhalten ab Klasse 6 eine Stunde mehr Englisch pro Woche im Vergleich zu den Regelklassen. In dieser Zusatzstunde werden die Kernkompetenzen des Fremdsprachenunterrichts geübt, also Leseverstehen, Hörverstehen, das Schreiben zusammenhängender Texte und das freie Sprechen. Zudem werden den Schülerinnen und Schülern aber auch weitere Kompetenzen vermittelt, wie zum Beispiel der Umgang mit unbekannten Wörtern, Paraphrasieren oder das Entnehmen und Strukturieren von Informationen. 

Dieser sogenannte „bilinguale Vorkurs“ befähigt die Schülerinnen und Schüler in den darauffolgenden Jahrgangsstufen, Sachfächer wie Geographie, Geschichte und Biologie in der Arbeitssprache Englisch zu erlernen. 

Für die Profilwahl ab Klasse 9 bringt die Entscheidung für den bilingualen Zug keine Einschränkungen, da den Schülerinnen und Schülern des bilingualen Zugs alle Möglichkeiten (Spanisch oder Naturwissenschaft und Technik) offenstehen.

Für wen kommt der bilinguale Zug in Frage?

Mit dem bilingualen Unterricht sind ein größerer Aufwand und ein insgesamt größeres Lernpensum als in den Regelklassen verbunden. Daher werden natürlich erhöhte Ansprüche an Begabung und Motivation der Schülerinnen und Schüler gestellt. Voraussetzung für die Aufnahme in die bilinguale Klasse ist deshalb mindestens die Note Gut in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch in der Halbjahresinformation der 4. Klasse Grundschule. Weitere Kriterien sind Wohn­ort sowie der Hintergrund eines Schülers (z. B. englischsprachiger Elternteil, längerer Aufenthalt im englischsprachigen Ausland etc.).

Bescheinigung und Zertifizierung 

Vor dem Eintritt in die Oberstufe bekommen die Schülerinnen und Schüler von unserer Schule als Zusatz zum Zeugnis eine Bestätigung über die Teilnahme am bilingualen Zug. In dieser Bestätigung wird aufgeführt, ab wann die Schülerinnen und Schüler im bilingualen Zug waren und welches Fach in welcher Klassenstufe bilingual unterrichtet wurde.

In der Oberstufe können die Schülerinnen und Schüler den 3-stündigen Kurs „Geschichte bilingual“ belegen und dadurch das bilinguale Zertifikat des Landes Baden-Württemberg erwerben, welches dann auch Teil des Abiturs ist. Bedingung hierfür ist allerdings ein Besuch des bilingualen Zuges ab Klassenstufe 5.

Betreuende Lehrkraft für den bilingualen Zug am Albert-Einstein-Gymnasium ist Herr Marc Neininger.

Zeitungsbericht
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