Interviews mit den Schülersprechern

24.07.2022

Schulleben

Zum Ende des Schuljahres haben wir noch einmal unsere drei Schülersprecher Leonie Hardegger, Chris Schoger und Hendrik Papica interviewt. Das Gespräch drehte sich um eine Bilanz bzw. einen Rückblick auf die diesjährigen Projekte der SMV, auf die Rolle der Schülersprecher und der SMV in der Schule und zuletzt noch um einige persönliche Fragen.

Interview mit Leonie Hardegger

Hallo, Leonie. Schön, dass wir Zeit gefunden haben.

Hi! Freut mich auch.

Ihr habt ja alle diese Steckbriefe gemacht, die haben wir uns nochmal durchgelesen. Bei dir stand drin, dass du generell Projekte fördern möchtest. Was ist deine Bilanz? Welche Projekte habt ihr so umgesetzt?

Also ich muss ehrlich sagen: Das Schuljahr lief richtig, richtig gut, was Projekte anging. Der Kulturausschuss ging absolut durch die Decke - ich würde fast behaupten, die haben keinen Monat gehabt, wo nichts lief. Also, die haben es wirklich richtig toll gemacht. Wir waren natürlich auch immer involviert, haben geguckt - mit den Lehrern - ob da immer alles geht. Auch der Sportausschuss: Wirklich ganz großes Lob an die! Die haben auch fast alles durchgesetzt, was sie machen wollten und da bin ich auch richtig, richtig glücklich drüber. Die haben sich echt Mühe gemacht, nachdem in den letzten paar Jahren nicht so viel beim Sportausschuss geboten war. Das Einzige, wo ich sag, da möchte ich nächstes Jahr nochmal ein bisschen mehr drauf eingehen als Schülersprecher oder normal in der SMV, sind Charity-Projekte. Wir hatten zwar unseren Spendenlauf und die Johanniter, aber ich hätte mir gerne noch ein paar so „Zwischendrin-Sachen“ gewünscht, aber das war einfach nicht dieses Jahr. Das ist vielleicht ein bisschen untergegangen.

Woran lag das dann?

Vielleicht auch die Kommunikation zwischen dem Charity-Ausschuss und uns. Wir haben immer wieder unsere Hilfe angeboten oder Reize gesetzt, aber die wurden nicht so ganz umgesetzt, wie wir uns das gewünscht haben. Aber vielleicht war das auch so, weil ganz viele Kleine im Charity-Ausschuss waren - so Fünftklässler, die sich da eben noch nicht so ganz mit auskennen. Vielleicht muss man nächstes Jahr nochmal ein bisschen mehr mit rein hocken, bisschen mehr Anreize geben, dann läuft das auch nächstes Jahr.

Aber dann apropos Zusammenarbeit: Wie war es mit den anderen zwei Schülersprechern zusammen? Wie lief das so?

Das lief super! Mit Chris und Hendrik - das war ein super Team! Ich hab‘ ja davor mit Kale und Ole zusammengearbeitet, da lief zwar nicht so viel in diesem Jahr wegen Corona, aber das war auch schon super. Aber dieses Jahr waren wir alle auf einer Wellenlänge, es hat alles super harmoniert. Auch mit Herr Grosser und Frau Miller war es super, wir haben uns die ganze Zeit abgesprochen und waren eigentlich immer in Kontakt. Also das ist echt richtig Bombe!

Uns interessiert natürlich nochmal der Spendenlauf. Wie warst du selbst in der Organisation vom Spendenlauf involviert?

Ich war eigentlich Springer für alles. Mit Chris, Frau Miller, Hendrik - Hendrik ist ja selber mitgelaufen. Aber wir haben das schon Monate im Voraus geplant - die Planung ging ja schon im Dezember los. Da wussten wir aber noch nicht, dass wir es speziell für die Ukraine machen wollen und dann ging im Februar das mit der Ukraine los und dann wussten wir: der Spendenlauf wird dahin gewidmet. Dann haben wir geguckt: Welche Organisationen spenden? Wohin? Wann können wir es machen? Eigentlich war nämlich das S-VOLT, das ursprünglich ein Oster-Volleyball-Turnier war, an dem Termin geplant und das haben wir dann eben ersetzt durch den Spendenlauf, weil der einfach viel brisanter war. Und wir haben mit dem Radio gesprochen, mit dem TV, mit Herr Meyer mussten wir ja ganz viel abklären und mit der Realschule haben wir alles koordiniert. Vor Ort musste man die Schüler dann dort hinschicken, wo sie hinmüssen, wir haben alle Laufbahnen abgesteckt, sind die Strecken abgelaufen - also wir haben eigentlich alles gemacht, was den Spenderlauf ausgemacht hat. Und am Ende sind wir alle natürlich ein paar Runden gelaufen.

Zum Abschluss des Themas „Bilanzen und Projekte“, um mal zu reflektieren: Wie würdest du deine eigene Leistung beurteilen? Hättest du mehr machen können? Würdest du, wenn du deine eigene Leistung siehst, sagen, du hast einen guten Job gemacht?

Ja, würde ich definitiv sagen, weil wir haben in jedem Ausschuss mitgeholfen. Wir waren ja bei jeder Organisation dabei, also beim Kulturausschuss musste man fast gar nichts mitmachen. Da waren wir halt immer nur in Absprache mit denen - terminlich und so weiter. Aber gerade beim Sportausschuss haben wir viel mit organisiert, also Chris vor allem. Und ich bin oben in dieser Wolke rumgeschwirrt, habe bei jedem geguckt. Also ich würde schon sagen, dass ich dieses Jahr an sich einen guten Job gemacht habe.

Als zweites Thema haben wir uns die Rolle der Schülersprecher und der SMV in unserer Schule rausgesucht. Wir haben ein bisschen mit Mitschülern gesprochen und dann sind so Sätze gefallen wie: „Die Schülersprecher sind irrelevant.“, „Die Schülersprecher sind langweilig.“ und „Wer ist das überhaupt?“ Was würdest du darauf antworten? Würdest du sagen, die Schülersprecher sind im Schullalltag relevant?

Also ich würde auf jeden Fall sagen, dass wir sehr relevant sind. Gerade wir als Schülersprecher, wir sind ja gerade diese Verbindung zwischen Schulleitung, Lehrerschaft und Schülerschaft. Ohne uns würde es die SMV in dem Maße gar nicht geben. Wir sind vielleicht in den Ausschüssen nicht so ganz vertreten, wir leiten jetzt nicht jedes Projekt, aber wir kümmern uns darum, dass die Projekte überhaupt stattfinden können. Wir gucken, dass der Ausschuss läuft. Innerausschussliche Probleme, darum kümmern wir uns, sollte es welche geben. Dieses Jahr gab‘s wirklich fast keine, bloß so ganz kleine Problemchen immer hin und wieder. Wir sind halt gerade diese kommunikative Ebene, wir müssen gucken, dass alles läuft. Wir sind quasi die höhere Instanz und würde es uns als Schülersprecher nicht geben, dann würde das hier alles gar nicht laufen. Dann würde es, glaube ich, im schlimmsten Fall sogar gar keine SMV geben. Also man sieht uns vielleicht nicht so ganz präsent wie die Leute, die die ganzen Projekte organisieren wie Wettbewerbe oder gerade Turniere oder so. Aber wir sind halt da, um das mit der Schulleitung alles abzuklären und wir sind ja auch bei jeder Schulversammlung dabei. Das heißt gerade mit dem Förderverein oder mit dem Elternbeirat - mit all den Leuten sprechen wir die ganze Zeit. Da war letztens auch wieder die Schulkonferenz, wo man eben über ganz viel geredet hat wie beispielsweise den Schulumbau, der jetzt nächstes Jahr losgehen soll, und da tun wir halt unseren ganzen Input mit rein. Also irrelevant würde ich uns auf gar keinen Fall nennen. Aber vielleicht könnte man präsenter sein. Dass man uns mehr wahrnimmt, aber vielleicht ist es auch gut so, dass es auch gerade so unterschwellig läuft, weil wir wollen uns ja nicht in den Vordergrund drängen. Wir wollen ja eigentlich nur gucken, dass alles läuft.

Sollten die Schülersprecher im Schulalltag präsenter sein? Und wenn ja, wie würdest du das dann machen?

Da müsste ich jetzt länger überlegen, wie man das ändern könnte, dass man als präsenter wahrgenommen wird. Aber die Assembly kommt ja jetzt bald und da wird man uns als Schülersprecher wahrnehmen, weil wir reflektieren ja das ganze Schuljahr, dann kennen uns natürlich die Schüler, die bei irgendwelchen Projekten mitmachen, die bei Spielen mitmachen oder bei Turnieren. Das sind halt wirklich die Leute, die bloß noch in die Schule kommen, um Schule zu haben, und nicht, um Schule zu leben. Die, würde ich jetzt sagen, die kennen uns jetzt wahrscheinlich nicht so sehr. Das hat auch immer irgendwas mit der eigenen Einstellung zu tun, ob man das überhaupt kennen möchte oder nicht.

Du hast ja gerade die Rolle der SMV im Schulalltag und im System „Schule“ beschrieben. Würdest du sagen, dass ihr die Rolle als ganze SMV gut macht?

Ja. Also wir decken wirklich ganz viele Bereiche ab. Es wurde jetzt die letzten Jahre immer mehr Sport gewünscht, dann haben wir uns darum gekümmert, dass viel Sport läuft. Dann wurden Projekte für Kleine gewünscht, also für die jüngeren Klassen. Auch das wurde umgesetzt. Man will halt immer auf die Bedürfnisse von den Schülern eingehen, auf das, was sie sich wünschen und das haben wir sehr gut umgesetzt, fand ich, dieses Jahr.

Als abschließende Frage zur SMV: Würdest du sagen, es gibt was, das man noch verbessern kann?

Ich glaub‘, es gibt immer was, was man verbessern kann. Also jetzt gerade auf dieses Schuljahr bezogen würde ich sagen, wir könnten noch viel mehr Wohltätigkeit machen. Da habe ich auch schon so einen kleinen Plan, aber der ist für nächstes Jahr vorbehalten. Ob man den jetzt umsetzen kann, weiß ich noch nicht. Aber gerade um den Charity-Ausschuss mehr in den Alltag von den Schülern zu bringen - das kann man auf jeden Fall verbessern, weil dann haben wir vielleicht auch ein konstantes Spendenziel. Vielleicht auch was Lokales: Hier ans Kinderhospiz oder an die Kinderkrippe, von Kindern für Kinder, sowas, denke ich. Das kann man auf jeden Fall verbessern.

Abschließend noch so ein paar persönliche Fragen - das interessiert uns auch. Ich hab‘s gerade rausgehört: Du hast vor, dich nächstes Jahr wieder aufzustellen zu lassen, oder?

Ja, also im Moment schon, ob ich’s dann wirklich mache, weiß ich noch nicht ganz sicher. Frau Miller möchte auf jeden Fall, dass ich mich nochmal aufstellen lasse… wir haben schon unser Dreierteam gefunden, jetzt müssen wir bloß gewählt werden… ich glaube schon, dass ich es nächstes Mal noch mal mache, wenn ich gewählt werde. Wenn nicht, dann ist es halt so, aber dann gibt‘s bestimmt ganz viele tolle andere Personen, die es machen.

Du hast gerade ja schon ein paar Ziele und Pläne für nächstes Jahr genannt. Gibt es etwas ganz großes, das wir nächstes Jahr erwarten können?

Der Charity-Ball wurde ja dieses Jahr leider abgesagt, einfach aus zeitlichen Gründen, weil jetzt die Amis auch kommen - die kommen ja am Samstag. Und da wollten wir dieses Jahr einen Galaabend veranstalten, aber das ist natürlich alles ein bisschen untergegangen. Das peilen wir nächstes Jahr deswegen an. Und ein Oktober- oder Frühlingsfest mit Dirndl und alles, das wäre natürlich richtig cool. Das wäre dann auch so ein größeres Projekt, was wir anstreben würden. Das wollten wir eigentlich auch für die Amis dieses Jahr machen, aber, wie gesagt, zeitlich… das ist einfach knapp geworden. Aber der Bäcker ist ja wieder da, zum Beispiel. Also da haben wir mit Herrn Meier viel geredet.

Das heißt ihr wart da involviert, dass er wiederkommt?

Ja, das war nämlich auch bei der Schulkonferenz. Das haben wir schon letztes Jahr angesprochen, dass er unbedingt wiederkommen muss. Im März waren wir wieder beim Herr Meier und da haben wir das auch nochmal gesagt, dass der Bäcker einfach wirklich wichtig ist. Und der hat dann rumtelefoniert, ich glaube Frau Boxberger hat auch ein bisschen mitgeholfen. Und jetzt ist er wieder da! Also das ist schon mal ein erfolgreiches Projekt. Ob es wirklich an uns lag, dass wir da ein bisschen Druck gemacht haben, wissen wir jetzt nicht so direkt. Aber ist wieder da und wir haben es bei der Schulleitung angesprochen.

Dein persönliches Highlight dieses Jahr in der SMV?

Ich glaube das S-VOLT. Und die SMV-Hütte! Die war super. Man hat wieder diesen richtigen Spirit gespürt, dass man richtig Bock hat, Sachen zu organisieren. Allein, wenn du dir hier die Plakate anschaust, was da alles zusammengekommen ist und wie viel auch wirklich umgesetzt worden ist. [Im SMV-Zimmer hängen mehrere Plakate mit Ziel- und To-Do-Listen.] Das war wirklich echt toll. Und das S-Volt: Ich konnte leider beim W-VOLT nicht dabei sein, weil da hatte ich SIA. Aber beim S-VOLT konnte ich dabei sein und es war so cool! Also das war wirklich mein Highlight, glaub ich.

Irgendwelche lustigen Stories aus der SMV? Gibt‘s da was? Gerade auf der SMV-Hütte vielleicht?

Herr Grosser heißt Teddy G. G wegen „Grosser“ und Teddy, weil er auf einem Bild aussieht wie ein Teddybär. Deswegen heißt er Teddy G, das fand ich cool. Und dann haben wir an einem Abend einen Spieleabend gemacht, wo wir auch Cards Against Humanity gespielt haben. Das war dann schon auch bodenlos eigentlich, was da… also das fand ich schon cool.

Interview mit Chris Schoger

Hallo Chris, schön, dass wir uns zu diesem Gespräch treffen konnten.

1. Bilanz zum SMV-Jahr:

Du hast ja am Anfang des Schuljahres sowohl in deinem Wahlplakat als auch in dem Interview angekündigt, dass du sehr viel mit dem Sportausschuss umsetzen möchtest. Welche Projekte habt ihr denn jetzt umgesetzt?

Wir haben wirklich viel gemacht. Also, wir hatten zwei Volleyballturniere, das W-Volt im Weihnachten und eins im Frühjahr, den Skitag leider nicht, weil das coronatechnisch nicht ging, beim Stadtradeln waren wir dabei, das Völkerballturnier hatten wir geplant, es gab aber zu wenige Anmeldungen und wir hatten ein Fifa-Turnier und den Zauberwürfelwettbewerb. Also eigentlich schon ganz viel.

Woran lag es, dass gewisse Projekte nicht umgesetzt werden konnten?

Grad das Völkerballturnier lag halt an den Anmeldungen.

Was habt ihr sonst noch als SMV dieses Jahr umgesetzt?

Den Spendenlauf würde ich mal ganz oben hinstellen. Das war schon ein großes Ding, was wir da organisiert haben und auch die Spendensummen am Schluss sind schon sehenswert, würde ich behaupten. Das war so das coolste und größte Projekt, was wir hatten.

Sonst hatten wir noch die Weihnachtstrucker. Der Charityball fällt ja leider aus, weil das zu kurzfristig war. Und sonst halt die ganzen Kultursachen wie der Malwettbewerb und so ein Zeug. Also ich glaub, wir haben echt das meiste von den geplanten Sachen auch durchbekommen.

Wie war für dich die Zusammenarbeit mit den anderen Schülersprechern?

Das war total cool eigentlich. Jeder hat so seinen Input gebracht und dann haben wir das alles verknüpft und sind zu richtig coolen Ergebnissen gekommen.

Das größte Projekt von euch dieses Jahr war ja vermutlich der Spendenlauf. Wie warst du persönlich in die Organisation des Spendenlaufs involviert?

Die ganze Aufbauphase habe ich mit übernommen und eben auch das Motivationszeugs während dem Spendenlauf. Also generell war ich halt in die generelle Planung eingebunden.

Wie beurteilst du deine Leistung als Schülersprecher? Würdest du sagen, du hast einen guten Job gemacht?

Ich glaube, wenn ich jetzt sage, ich hab nen Scheißjob gemacht, stimmt das nicht. Ich find schon, dass ich einen guten Job gemacht hab, auch dass ich umgesetzt hab, was ich versprochen hab.

2. Die Rolle der SMV und der Schülersprecher:

Als wir mit verschiedenen Mitschülern über dieses Interview gesprochen haben, fielen von diesen Mitschülern Sätze wie: „Die Schülersprecher sind doch irrelevant.“ oder „Wer ist denn überhaupt Schülersprecher?“ Würdest du sagen, dass du als Schülersprecher im Schulalltag präsent bist?

Ich glaub eher nicht, das liegt aber auch daran, dass ich relativ wenig in der Woche an der Schule anzutreffen bin. Ich bin ja dreimal die Woche am Schubart-Gymnasium wegen dem Sport-LK und wenn ich an der Schule bin, renn ich auch nur von Klassenzimmer zu Klassenzimmer. Ich glaub, Leonie und Hendrick sind da schon präsenter und werden wahrscheinlich schon erkannt.

Wie könnte man diese Präsenz noch verbessern?

Hm…lass mich überlegen. Ich weiß gar nicht, wie man das machen könnte. An so Veranstaltungen wie dem Spendenlauf waren wir ja schon voll präsent, eigentlich hätte man uns also schon wahrnehmen. Wenn man uns bis jetzt nicht wahrgenommen, dann kann man das denk ich nicht ändern, dann juckt die Leute das einfach nicht.

Was ist deiner Meinung nach die Rolle der SMV im Schullalltag?

Ich denke, das Ziel der SMV ist es, den Schülern einen angenehmen Schulalltag und Abwechslung zu bringen, also nicht diese sture „in die Schule gehen, hinhocken, lernen und dann wieder heimgehen“, sondern einfach Schulaktivitäten außerhalb des Unterrichts ermöglichen.

Und wie gut, würdest du sagen, erfüllt ihr diese Rolle?

Ich glaube durch die ganzen Projekte haben wir schon eine Abwechslung in den Schulalltag gebracht, also ja, wir erfüllen diese Rolle.

Was kann man deiner Meinung nach in der SMV noch verbessern?

Die Absprache zwischen den einzelnen Ausschüssen und der SMV-Leitung. Also, dass wir wirklich bei jeder Sitzung wissen, wies grade um jedes Projekt steht und dass man versucht, jedes Projekt durchzuziehen. Und dass man, wenn man zu wenig Leute für ein Projekt hat, einfach mal sagt, wir bräuchten da noch Hilfe.

3. Persönliche Fragen:

Hast du vor, dich nächstes Jahr wieder aufstellen zu lassen? Was sind deine Ziele oder Pläne im nächsten Jahr?

Also ich geh nächstes Jahr in den Kindergarten für ein FSJ, also back to the roots sozusagen. Das wird wahrscheinlich trotzdem ein lehrreiches Jahr mit Abwechslung zur Schule.

Was war dein persönliches Highlight in diesem Jahr, was die SMV angeht?

Ich glaub tatsächlich, dass der Spendenlauf das coolste war. Weil das eben so groß war und dann auch so genial geklappt hat. Das klang am Anfang nach sehr viel Arbeit, aber am Spendenlauftag war das dann echt solide und es hat alles funktioniert.

Interview mit Hendrik Papica

Hi Hendrik, schön dass wir uns zu diesem Gespräch treffen konnten.

1. Projekte/ Bilanz:

Du hattest ja am Anfang des Schuljahres sowohl in deinem Wahlplakat als auch im Interview angekündigt Projekte wie eine Lesenacht, ein Menschenkickerturnier und das W-Volt zu veranstalten und auch für neue Fahrradständer zu sorgen. Welche Projekte davon konnten denn dieses Jahr umgesetzt werden?

Also umgesetzt werden konnten natürlich erstmal die Projekte, die stattgefunden haben. Da zahlen natürlich der Spendenlauf dazu, der für uns wirklich ein großes Projekt war. Der war zwar im Vorhinein noch nicht geplant, aber wir haben es einfach aufgrund der Situation entschieden, den durchzuführen. Ich hatte auch angekündigt, ich möchte mich um Fahrradständer kümmern, weil ich einfach denke, dass das im Sommer ein riesengroßes Problem, gerade vor Bau 1 vor dem Haupteingang. Wir haben das auch der Stadt mitgeteilt, dass wir unbedingt mehr Fahrradständer möchten. Seitens der Stadt kam dann die Rückmeldung, dass die beim Schulhausrundgang sich das nochmal anschauen werden und dann haben wir leider keine Rückmeldung bekommen, auch, als wir es nochmal angesprochen haben. Das Menschenkickerturnier hat dieses Jahr leider keinen Platz gefunden, dafür haben wir aber Projekte durchgeführt wie das Fifa-Turnier, statt einem reinen W-Volt haben wir auch ein S-Volt gemacht und auch der Kulturausschuss hat vieles veranstaltet, wie den Sonnenblumenwettbewerb, der aktuell noch läuft, und typischen Sachen wie den Weihnachtstrucker. Also, wir haben viele Projekt dieses Jahr durchführen können, die teilweise neu und teilweise auch bekannt sind.

Woran lag es denn, dass gewisse Projekte, abgesehen von den Fahrradständern, nicht umgesetzt werden konnten?

Bei manchen Projekten lag es einfach dran, dass wir nicht wussten, wie wir die in den Zeitplan reinkriegen, weil wir vor allem beim Sportausschuss, der ja dieses Jahr recht viele Projekte hatte, gar nicht noch eins mit reinschieben konnten. Auch gabs da die Frage: Wie geht das, wie können wir das umsetzen, für welche Klassen möchte man das machen? Und deshalb haben wir uns dann entschieden eben die Projekte, die jetzt auch stattgefunden haben, durchzuführen. Zu denen, die jetzt nicht auf dem Plan standen: Auf der SMV-Hütte gab es eben die Diskussion, welche Projekte jetzt mit reinkommen und welche nicht und da haben wir uns eben für die entschieden, die jetzt auch drankamen. Warum die anderen nicht drankamen, lag einfach daran, dass wir gesagt haben, die anderen haben für uns mehr Wichtigkeit.

Was habt ihr sonst noch als SMV dieses Jahr umgesetzt?

Also, sonst hatten wir noch Dinge vom Kulturausschuss wie den Nikolaustag, den AIDS-Tag, die Valentinspost oder den Tauschflohmarkt und ich finds einfach voll schön, dass auch so etwas in unserem Schuljahr einen Platz findet.

Das größte Projekt von euch dieses Jahr war ja vermutlich der Spendenlauf. Wie warst du persönlich in die Organisation des Spendenlaufs involviert?

Wir als Schülersprecher haben zusammen mit Frau Miller und Grosser den Hauptanteil des Spendenlaufs gemacht, indem wir besprochen haben, was es für Runden gibt, wie wir die Klassen aufteilen und wie die Kooperation mit der Realschule aussieht. Wir haben alles mit Herr Meyer abgesprochen, dass das genehmigt wird und so.

Wie war für dich denn die Zusammenarbeit mit den anderen Schülersprechern?

Ich persönlich fand die Zusammenarbeit sehr gut. Ich finde, das hat eigentlich immer gut geklappt. Wir haben uns viel abgesprochen, haben es auch geschafft, in Kontakt zu bleiben, wenn wir uns in der Schule nicht sehen, über Whatsapp oder sowas. Ich fand, wir hatten einen richtig guten Austausch.

Wie beurteilst du deine Leistung als Schülersprecher? Würdest du sagen, du hast einen guten Job gemacht?

Puh, das ist ne schwere Frage, das ist natürlich immer subjektiv. Aber ich denke schon, dass wir bzw. ich keine schlechte Arbeit geleistet habe. Wir haben viele Sachen durchführen können, wir haben gute Arbeit leisten können im Sinne von Wohltätigkeit und Schulzusammenhalt, das war ja nach Corona ein wichtiges Thema und ich denke, da habe ich einen guten Beitrag geleistet.

2. Die Rolle der SMV und der Schülersprecher:

Als wir mit verschiedenen Mitschülern über dieses Interview gesprochen haben, fielen von diesen Mitschülern Sätze wie: „Die Schülersprecher sind doch irrelevant.“ und „Wer ist denn überhaupt Schülersprecher?“ Würdest du sagen, dass du als Schülersprecher im Schulalltag präsent bist?

Ich würde sagen, wir als Schülersprecher sind in dem gewissen Maße präsent, dadurch, dass die Veranstaltungen stattfinden. Dadurch werden wir zum Ausdruck gebracht. Und ich denke, unsere Aufgabe ist es nicht, repräsentativ dazustehen und zu sagen „Hey, ich bin der Schülersprecher, toll, dass ihr mich gewählt habt“, sondern wir haben mehr die Aufgabe, zu vertreten und – blöd gesagt – zu arbeiten und nicht um dazustehen und zu sagen „Wir sind jetzt hier die Tollen, weil wir gewählt wurden“. Klar haben wir auch die Aufgabe für unsere Mitschüler da zu sein und denen auch zu zeigen, wer wir sind, aber ich würde sagen, wir haben nicht prinzipiell die Aufgabe uns zu repräsentieren und um Stimmen oder Aufmerksamkeit zu buhlen. Das ist wirklich zweitranging, die Arbeit, ist das, was wir machen.

Wie könnte man diese Präsenz verbessern bzw. sollte man das überhaupt?

Ich würde sagen, die Präsenz kann man verstärken. Aber da kommen ja nicht nur wir in die Pflicht, sondern auch die Schüler, die sich dafür interessieren, wer wir sind. Die können ja immer auf irgendjemanden zukommen und ich denke das ist ein Gegenspiel von beiden Seiten. Einerseits können wir mehr auf die restliche Schülerseite zugehen, indem wir zum Beispiel bei Veranstaltungen präsent sind oder bei Projekten, das wird gerade bei der Assembly passieren. Aber ich denke, es ist eben ein Gegenspiel, also auch von der Seite der anderen Schüler muss etwas kommen. Aber ich denke es muss bzw. es sollte geschaut werden, dass wir mehr in die Präsenz kommen.

Was ist deiner Meinung nach die Rolle der SMV im Schullalltag?

Die Rolle der SMV ist es einerseits, die Schüler zu vertreten. Das machen wir z.B. bei der Schulkonferenz, die jedes Halbjahr stattfindet, dass wir da die Interessen der Schüler vertreten, genau wie es die Aufgabe der SMV ist, auch den Schulzusammenhalt zu stärken durch Projekte. Und es geht darum Wohltätigkeitssachen zu machen und die Schule darauf aufmerksam zu machen, dass es da etwas gibt, wo man sich drum kümmern muss.

Würdest du sagen, ihr erfüllt diese Rolle bzw. das Ziel, dass ihr euch gesetzt habt?

Ich denke, wir schaffen es schon dieses Ziel zu erreichen. Wir haben es dieses Jahr gut geschafft, Projekte durchzuführen, in denen wir die Klassenstufen zueinander gebracht haben. Was uns Schülersprecher und insgesamt als SMV beide Male überrascht hat, war die sehr hohe positive Resonanz bei den beiden Volleyballturnieren. Da haben wir wirklich gemerkt: Es ist schön solche Projekte durchzuführen und uns macht es dann richtig Spaß, wenn wir sehen, dass es den Schülern auch Spaß macht, teilzunehmen. Da kommt auch so ein Miteinander zwischen den Klassen zustande. Auch beim Fifa-Turnier schafft man es zu erreichen, dass jüngere Schüler gegen ältere Schüler spielen, dass man sich austauscht, dass man ins Gespräch kommt. Und das ist denke ich auch eine Aufgabe, die wir haben. Und es sind ja nicht nur die Sportprojekte, auch so Sachen wie der Nikolaustag, einfach ein Zeichen zu setzen, dass wir uns einsetzen und etwas Gutes tun wollen. Auch bei der Valentinspost konnte man ja an seine Freunde schreiben und wir haben eben eine Möglichkeit geboten, diesen netten Gesten eine Basis zu bieten.

Was kann man deiner Meinung nach in der SMV noch verbessern?

Man kann in der SMV zum Beispiel verbessern, dass sich die Schüler insgesamt mehr einsetzen können. Also unabhängig von uns, dass die Schüler, wenn sie sich etwas erwünschen von der Schule, dass sie da mehr aktiv werden sollten. Dass einfach alle versuchen, mehr in die SMV zu gehen, Projekte voranzutreiben und dann bei den Projekten auch vorhanden sind. Das haben wir ja gemerkt, es kommt Resonanz zurück und da kann man, denke ich, als Einzelner auch mehr in die SMV kommen. Auch von Seiten der Lehrer hätte ich mir manchmal gewünscht, dass von den Lehrern ein positiveres Feedback kommt und nicht dieses „Och, da muss ich jetzt wieder um was kümmern“, sondern, dass die eben auch Interesse daran zeigen, denn schließlich geht es ja doch um ihre Schüler. Und von uns als SMV könnten wir unsere Arbeit verbessern, indem wir einfach mehr Austausch mit allen Altersstufen haben. Ich habe nämlich manchmal das Gefühl, dass Fünft-, Sechst- und manchmal auch Siebtklässler bei gewissen Themen nicht genug angehört werden.

3. Persönliche Fragen:

Hast du vor, dich nächstes Jahr wieder aufstellen zu lassen?

Ja, auf jeden Fall.

Und hast du da schon Ziele und Pläne für nächstes Jahr?

Spontan gesagt möchte ich, dass wir alle Altersklassen und Schüler richtig einbinden können in unsere Arbeit. Und dass wir Projekte, die wir dieses Jahr nicht umgesetzt haben, wie einen zweiten Wasserspender oder die Fahrradständer, dass wir diese Projekte weiterhin im Auge behalten und ansprechen und das sich dann vielleicht nächstes Jahr seitens der Stadt auch etwas tut.

Was war dein persönliches Highlight dieses Jahr in der SMV?

Mein Highlight war einerseits die SMV-Hütte. Die ist zwar schon lange her, aber sie hat mir einen Riesenspaß gemacht, weil es wirklich toll ist, da mit anderen zusammenzukommen, die man noch nicht so gut kennt, neue Freunde kennenzulernen und insgesamt in einem motivierten Umfeld etwas zu planen.

Und was auch eine Riesensache war, war der Spendenlauf. Da muss ich wirklich nochmal Danke sagen, dass alle so gut teilgenommen haben. Es ist wirklich toll zu sehen, wie wir als Kinder uns auch dafür einsetzen, dass anderen etwas Gutes getan wird. Man hat gesehen: Wir wollen etwas tun, wir können etwas tun und man kann durch gemeinschaftliche Arbeit und durch Motivation wirklich etwas bewegen, was nicht nur uns hilft, sondern auch Menschen in Notlagen.

Für weitere Eindrücke der SMV schaut gerne auf ihrem Instagram-Account @alberteinstein_ulm vorbei.

Interviews geführt von Katharina Steffel (Chris, Hendrik) und Leonard Strohwald (Leonie).