A Local Guide to Christmassy Treeery

20. Dez 2021

Aktuelles

Eine Drehleiter hebt zwei Feuerwehrleute in den Morgenhimmel. Ich beachte sie kaum. Ich stehe in einer langen Schlange und tippe mit tauben Fingern einen Artikel in mein schwach beleuchtetes Handy. An diesem Punkt kämpft meine Willenskraft wie abgetrennt von meinem Bewusstsein mechanisch gegen die Untätigkeit, die es der drohenden Masse an unerledigten Aufgaben in meinem Rücken erlauben würde, mich in bleierne Verzweiflung zu stürzen – und dann ist da ja noch diese Schlange, eine mathematische Kurve aus schweigenden Menschen mit schmerzenden Beinen, die die Ereignislosigkeit meiner Zukunft in der nächsten halben Stunde unangenehm deterministisch auf einer Zeit-Achse aufzutragen scheint. Das vielleicht erste Mal holt mich mitteleuropäischen finanziell abgesicherten passiven Pandemieprofiteur der Stillstand einer Lebenswelt ein. Meine Bewegungsfreiheit eingeschränkt von meinem extrinsischen Vorhaben (Einholung eines Coronatests) und dem zwanglosen Zwang ziviler Konvention bleibt mir nur der Bewegungsspielraum meiner Blicke (und der ach so freien Gedanken), um „das zähe Zerfließen der Zeit, genannt Leben“ zu verarbeiten, um einen großen zeitgenössischen Prokrastinationstheoretiker zu zitieren. Mein Dasein ist zu einem existentiellen, zweidimensionalen Escape-Room geworden.

Im Moment größter Leere gelingt es mir, meine neuronalen Prozesse zu überreden, die visuellen Informationen tatsächlich zu deuten – und das Bild, das sich mir eröffnet, entzündet den Funken der Lebensfreude wieder. Mein Raum-Zeit-Komplex aus anstehenden Menschen mit anstehenden Tests strebt einem LÄND-gelben Walk-in-Container zu, zuvor aber schlängeln wir uns einem Archipel aus nassen Holzhütten mit tiefen Schatten vorbei. Müde Tannenzweige und durchhängende Lichterketten. Ich staune. Das Gerippe eines Weihnachtsmarkts, aufgegeben, vergessen und stehengeblieben in der Zeit: Zu meiner Rechten an einer Laterne hängt noch das Plakat, das ihn ankündigte: „Du und ich, Hand in Hand zum Glühweinstand…“. Zur Linken klebt an der klammen Holzwand schon der Wisch, der die Absagung der eskapistischen Spielerei in diesem süßen Stadtteil bekannt gibt. In einer makabren Zuspitzung könnte das staatliche Verbot dieses –sicherlich durch alle Mühlen traditionalistischer und lokalpatriotistischer Art gedrehten – Relikts spirituellen Brauchtums als endgültige Einebnung der kulturellen Tiefe, die dem Bürgertum im emotionalen Equilibrum geblieben ist, in die Säkularisierung betrachtet werden.

Da fällt mein Blick erneut auf Santas freiwillige Helferlein im Drehleiterkorb, wie sie große glänzende Kugeln in ihren rauen Handschuhen balancieren – und die Schönheit dieser Metapher für die unbeholfene Suche von uns ganzen kleinen Menschenpunkten im richtungslosen Weltenraum nach einem Referenzpunkt zum Fest-Halten berührt mich unerwartet. Wie schnell holt uns die Scham eines neoliberalen Gewissens ein, wenn wir unseren Endjahresbräuchen nachtrauern: Was ist die materialistische Schenkerei anderes als ein fremdgesteuerter Marktimpuls, fest eingetragen in den Jahresaufstellungen hunderttausender Buchhalter? Wie trostlos in Lohnarbeit und Substanzmissbrauch eingeteilt stellt sich unser postmodernes Leben plötzlich dar, wenn Wochenenden und Feierabende, die der Erwartung verschrieben sind, als bunt angemalte Kalenderblätter verstreichen, von denen die triviale Farbe abblättert? Und wieso nur hält uns die Diskrepanz zwischen offenbarer Vernunft und wallender Sehnsucht nach rücksichtloser, infektionsfördernder, inzidenzbefördernder körperlicher Nähe die Kleingeistigkeit unserer Triebsteuerung so vernichtend vor Augen? Viel zu schnell flüchten wir uns in Ausflüchte, die den inhärenten Wert von Tradition anführen oder gar Kulturprotektionismus betreiben, und uns in verstaubte und überholte Ecken drängen, die der Würde dieser menschlichen Regung gar nicht gerecht werden. Es ist kein dekadentes Brauchtum, dem schon geringe Distanzierung nicht gut tut, welches wir vermissen. Es ist das Gefühl, plötzlich wieder mehr zu spüren in der klaren Winterluft als die Andeutung von Gewebeabbau und Gebäudeschäden, eine gewisse Fülle, die uns nicht mehr in Wochen sondern Tagen zählen lässt und zielgerichteter durch die Straßen führt. Es ist der Wunsch, eine Hoffnung haben zu dürfen auf den Moment, da im Widerschein der Kerzen die Welt nur noch entfernt wie eine lustige Melodie durch den Geist spielt und uns im Innersten ein Gefühl überspült, und wir verstehen: Wenn du ankommen möchtest, musst du nur aufhören zu rennen.

Unsere Lebenszeit ist keine lineare Kurve alternierend zwischen den Extrema ihrer finanziellen Auslenkung, sondern eine Welt unzählbarer und unbezahlbarer Dimensionen, in deren Betrachtung wir uns staunend spiegeln wie in der Reflexion einer großen, funkelnden Christbaumkugel. Wenn wir etwas aus einer Zeit lernen sollten, die uns aufgefordert hat, unseren Halt im Leben zu überdenken, dann, dass Brauchtum allein keine Festlichkeit erzwingen kann. Fehlt sie, verkommt es zu einer kitschigen Schablone. Die Besinnlichkeit, die alle suchen, entsteht, wenn wir einmal ein wenig ehrlich zu einander – und vor allem zu uns selbst – sind. Wenn aus dieser Befreiung ein Baum aufgerichtet und geschmückt wird, dann strahlt auch etwas von dem Zauber dieser Welt, die unser Leben bietet, von den glitzernden Zweigen wider. Über die letzten Wochen haben wir von der AEG@ktuell-Redaktion immer wieder an vielen verschiedenen Orten diese Menschlichkeit aufblitzen sehen. In einer Zeit, die ihr gehören sollte, wollen wir den rührenden Versuchen, dieses Gefühl Fest zu halten, ein Denkmal setzen.

Vor zweihundert Jahren verbreitete sich der Weihnachtsbaum vom deutschsprachigen Raum aus über die ganze Welt. Da wir in erster Linie ein Service-Magazin sind und den Schülerinnen und Schülern des AEG verpflichtet, können wir es nicht zulassen, sie ohne feuilletonistische Vorbereitung durch die festlich-koniferale Vorweihnachtszeit streifen zu lassen. Darum viel Spaß mit unserer offiziellen Local Guide to Christmassy Treeery!

Eure AEG@ktuell-Redaktion

Gögglingen
Basilika Wiblingen
Söflinger Gemeindeplatz
Pranger
Tannenplatz
Oberkirchberg
Unterkirchberg
Gögglingen
Goegglinger Baum

Produktdetails:

-Sehr dekorativ, sowohl indoors als auch outdoor

-Sehr groß, passen viele Geschenke drunter

-Ohne Konservierungsstoffe oder Zuckerzusatz

Was wäre Weihnachten ohne einen Weihnachtsbaum? Normal, so sagen die Leute, die sich Socken an den Kamin hängen. Doch Sie brauchen nicht hinter einem Stein zu wohnen, denn wir können ihnen versichern, nur durch einen Weihnachtsbaum wird auch ihre Familie glücklich! Ein Weihnachtsbaum heißt Spaß für Eltern und Kinder, bringt grün ins Zimmer, kann nach Weihnachten wieder weg! Werden auch sie Teil des Geschehens und besorgen sie sich noch heute einen Weihnachtsbaum!

Standort: Ortsverwaltung Donaustetten / Gögglingen

Versand: nur Abholung

Nutzerbewertungen:

„Der Weihnachtsbaum hat mich wieder mit meiner Familie zusammengebracht, vielen Dank lieber Baum!“

„Der Weihnachtsbaum gab mir endlich einen Sinn im Leben, ich gehe deshalb nicht mehr zur Kirche.“

„Weihnachtsbaum 4 Bundeskanzler!“

Kai Gruhn

Basilika Wiblingen
Basilika Wiblingen

Schmuck: Strohsterne, die wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten verwendet werden, was sie aber nicht weniger schön macht. Teilweise sehr fein gearbeitet und schön anzusehen, da sie alle unterschiedlich sind. Aus einem unerfindlichen Grund wurde die am Baum befestigte Lichterkette bis jetzt nicht benutzt. Aufgrund dieser verpassten Chance nur e2/10 Punkten.

Vibe: Sehr festliche, zeitlose und ruhige Stimmung. Wirkt schlicht und nicht überladen und ist ein gutes Gegenstück zum sonst so vollen, bunten, glitzernden, übertriebenen Standard. /10 Punkte.

Zustand: Sehr großer, grüner Baum, von dem bisher kaum Nadeln abgefallen sind. Allerdings ist er unten irgendwie seltsam gestutzt worden und sieht dort sehr mickrig aus. Auf der Rückseite sind im unteren Bereich sogar gar keine Äste mehr, es sieht als, als wären sie abgesägt! Wegen dieser Baumquälerei gibt es in dieser Kategorie nur /10 Punkten.

Platzierung: Prinzipiell sehr gut platziert, verdeckt weder den Altar noch die Sicht auf diesen. Steht auch nicht zu sehr im Fokus, sodass man ihn, wenn man möchte, auch geflissentlich übersehen kann. Allerdings wurde in der Rechnung eine Personengruppe vergessen: Die Ministranten! Diese müssen nämlich beim Einzug einen Bogen um den Baum machen, was ihre Strecke um ganze 5 Sekunden verlängert! Außerdem sind sie während des Gottesdienstes dazu gezwungen, direkt neben dem Baum zu sitzen, was durchaus unangenehm werden kann, wenn man Angst davor hat, von Bäumen erschlagen zu werden (Das soll ja bekanntlich vorkommen). Diese Diskriminierung gibt direkt eine Pizza Hawaii von allen Pizzasorten.

Special feature: Tatsächlich ist der große Baum nicht der Einzige, der in der Basilika aufgestellt ist: Neben der Krippe im hinteren Teil der Kirche stehen zwei kleinere Bäume als Dekoration. Sie sind ebenfalls mit Strohsternen geschmückt und sehen sehr festlich und auch nicht mickrig aus. Dafür gibt es Bonus-Niedlichkeitspunkte auf dem Level von Katzenbabys.

Fazit: Ist der Baum schön und strahlt die Ruhe und Erwartung aus, die ja eigentlich für die Adventszeit stehen sollte? Ja!

Ist der Baum schöner als andere in dieser Liste? Ja!

Könnte man den Baum in der Basilika irgendwo anders hinstellen? Wahrscheinlich nicht…

Kann ich mich aufgrund dieser Erkenntnisse doch damit abfinden, dass der Weg zur Sakristei ein bisschen länger dauert? Meinetwegen…

Endbewertung: 57 4 /10 Punkten

Katharina Steffel

Söflinger Gemeindeplatz
Söflinger Baum

Größe

Size doesn’t matter, kids. Aber wenn wir ehrlich sind und in uns gehen, müssen wir uns leider eingestehen, dass noch nicht alle Bereiche unseres Denkens ihre ursprünglichen Prägungen abgelegt haben. Egal, was du dir in deinem kleinen Zimmer einredest; Angesicht zu Angesicht, den prickelnden Schmerz der Winterluft auf deinen Wangen, vermag die Gewalt eines furchigen Massivholzstammes dein zartes postneolithisches Gemüt ohne weiteres hinwegzureißen. Natürlich zählt unsere Liste noch gewaltigere grüne Recken über Ulm verstreut. Das aber sind Orte für deine Fantasie, Baby, hier zu Hause überragt der kühne Konifere mühelos Ampel, Brunnen und Apotheke und lässt einen sympathischen vegetativen Taumel durch den beschaulichen Stadtteil an der Blau wehen.

Darum 8/10 auf einer Skala von meh bis UwU.

Schmuck

Der schnuckelige Charmeur schmückt sich mit kindskopfgroßen Kugelklunkern, welche in zurückhaltender Anzahl das höhere Astwerk bestücken. Eine elitäre und doch geschmackvolle Komposition, in der Söflingens kleidsamster Kiefernartiger mit einem Hauch von fortschrittlicher Tännlichkeit spielt, ohne sich ihr jedoch ganz zu verschreiben.

Für Traditionalität und Reduktion erhält die Prächtigkeit des Schmucks eine 6/10 auf einer Skala von „Franz von Assisi, jeglicher Kleidung entbehrend“ bis „Rick Ross, oberkörperfrei bis auf eine 1.5 Mio $-Goldkette mit einer Nachbildung seines eigenen Gesichts“.

Zustand

Alles Irdische ist zum Verfall bestimmt. Gerade deswegen übt das Ewige, Jugendliche, Sprießende einen so tiefen Eindruck auf das menschliche Geschlecht aus und lässt uns im Konflikt von Körper- und Geisteswelt ein existentielles Ziehen spüren. Unser nadelblättriger Nacktsamer kleidet sich in ausladende grüne Üppigkeit, als wolle er persönlich die Zeit herausfordern. Sein öffentliches Ersticken wird zum Symbol für die ambivalente Faszination der Menschen mit dem zwangsläufigen Verfall.

Für tadellose Haltung erhält der Zustand der Söflinger Tanne 9/10 auf einer Skala von „Schulgarten“ bis „Schlosspark zu Versailles“.

Platzierung

Seit Ende des 13. Jahrhunderts ist die Siedlung Sevelingen erwähnt, seit der Einrichtung des Klarissenklosters eben, das in der Folge den ganzen Ort aufkaufte und so früh das Spiel in der Grauzone von weltlichen Mechanismen und geistlichem Brauchtum einläutete, welches das Verhalten kirchlicher Institutionen über die Geschichte hinweg auszeichnet. Höchstamtlich aufgehoben 1803 besteht der Klosterhof heute höchstens nominell und im Zuge der Säkularisierung beherbergen die verbliebenen Gebäude heute Räumlichkeiten der Musikschule. Wie passend steht da das tannengewordene Symbol traditioneller Staatsreligiosität vor den Toren des Klosterhofs – und neben dem Gemeindebrunnen, übrigens, der Meinloh von Sevelingen gewidmet ist, einem hochmittelalterlichen Minnesänger und Angestellten der Grafen von Dillingen, welche hier einst das Kloster stifteten. Die beiden Welten werden sich wohl nie trennen lassen – und wer würde das schon wollen.

Für die historischen Implikationen gibt es ein Rating von 8/10 auf einer Platzierungs-Skala von „Anzeige im Wochenblatt“ bis „Microtargetting politischer Zielgruppen“.

Vibe

In der Präsentation des Endjahresbaums lässt sich noch mehr erkennen als eine royale Attitüde. Das Verteilungsungleichgewicht der prunkvollen Attribute zwischen steil zulaufender Spitze und breiten niederen Schichten beispielsweise drängt unweigerlich die Betrachtung als Analogie zur gesellschaftlichen Struktur unseres Landes auf, welche diese Eigenschaft mit dem festtäglichen Ziergewächs teilt. Die Aussparung sphärischer Staffage in den unteren Regionen, in die zu reichen der ikonoklastischen Raserei des Proletariats zugestanden wird, scheint darum in paternalistischer Abgehobenheit und geradezu lasterhafter Andeutung die unantastbare Trennung patrizialer und plebejischer Ansprüche mit physischer Naturgegebenheit zu verknüpfen und so in die versöhnliche Ordnung der Festtage einzubetten. Im Hinterkopf behalten sollte der Installateur jedoch das Schicksal der ägyptischen Pyramiden – selbst ein Symbol ihrer Gesellschaft – , deren elektronüberzogene Pyramidia noch vor den Kalkverkleidungen ihrer Hänge der Eitelkeit im Zeitenwandel zum Opfer gefallen sein sollen.

Die polarisierende Passivität wird bei uns geschätzt und bringt dem Vibe einen Faktor von 7,5 auf einer Begeisterungsfähigkeitsskala von „Solidarische Apelle während einer Flutkatastrophe“ bis „Herzliches Lachen während einer Flutkatastrophe“ ein.

Fazit

Der Weihnachtsbaum am Söflinger Gemeindeplatz zeichnet sich durch eine eindrucksvolle Größe, zurückhaltend progressiven Schmuck, einen makellosen existentiell problematisierenden Zustand, eine historisch relevante Platzierung und einen noblen Vibe mit klassendynamisch polarisierendem Potential aus — alles in allem überzeugende festtägliche Phyto-Verzierung mit lokaler Verwurzelung.

Niko Hönig

Pranger
Pranger

Art und Größe: Schätzungsweise 10-15m, grün, Baum - schon fast tannenartig, aber passend zum Ort, daher 8 von 10 Tannenartigen Pflanzen.

Vibe: Wie eine Geburtstagsgirlande, die auch noch einen Monat nach deinem Geburtstag im Wohnzimmer hängt. Es wäre langsam Zeit sie abzuhängen oder zumindest zu verdecken, jedoch wäre all das dann doch zu viel Arbeit. Wegen des eher lauen Gefühls der Tanne leider auf der geglücktem Schönheitsoperationen-Skala nur ein Harald Glöckner.

Zustand: In etwa so gut wie die Hausfassade der örtlichen Gesamtschule in Berlin, aber eines muss man dem Baum lassen: Er würde wahrscheinlich nach gewisser Zeit ausgetauscht werden und nicht weitere 20 Jahre so gelassen werden. Trotzdem leider nur 3 Marzipanpralinen von 10 Lebkuchen.

Schmuck: Auch dieser sieht mehr so aus, als hätte der Praktikant, der Weihnachten verabscheut, an seinem ersten Arbeitstag den Auftrag bekommen auf die Feuerwehrleiter zu steigen und die Lichterkette auf die Tanne zu schmeißen, und diese Aufgabe hat er auch perfekt erfüllt. Auch hier kann ich nur 2 traurige Glühwürmchen und 3 verbleichte Christbaumkugeln, da diese wieder nicht aufgehängt wurden, geben.

Platzierung: Der Baum steht am Kreisverkehr des Prangers und hat somit einen sehr präsenten Platz im Alltagsleben der Anwohner, jedoch wird man durch diesen auffälligen Ort auch jeden Tag an das nicht wirkliche ansehnliche Äußere erinnert. Doch trotzdem sind das 7 von 10 Adventskalendern auf Wish bestellt.

Special Feature: Jeder Baum hat etwas besonders an sich, so auch dieser, auch wenn er weder mit Schönheit noch glanzvollem Schmuck glänzen kann, hat etwas was kein anderer Baum je haben wird: Durch die lieblos und wirren aufgehängten Lichterketten sieht man jedes Mal ein anderes Muster, wenn man den Baum ansieht. So sieht man beim einen mal eine Katze und beim nächsten Mal Jonny Depp. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Fazit: Am Ende ist der Baum wie jeder andere, angepasst an seinen Ort wo er hingestellt wurde. Wiblingen strahlt im allgemeine eine ähnliche Ausstrahlung aus: Einladend und nennt gemeint, aber im Endeffekt vergessen und veraltet, doch trotzdem auf seine eigene Art schön für den, der aus dem richtigen Winkel schaut.

Sophia Kögel

Tannenplatz
Tannenplatz

Art, Größe: Die Fichte ist ca. 15 Meter hoch, kann man aber schlecht einschätzen, da, wenn der Baum nicht so schief wäre, er wahrscheinlich größer wäre.

Vibe: Traurig, sehr traurig, der Baum ist ziemlich schief und sieht nicht unbedingt gut aus. Etwas gebraucht, etwas sehr sogar.

Schmuck: Eine einzige ziemlich traurig aussehende Lichterkette, die irgendwie auf die oberen 2/3 des Baumes draufgeschmissen wurde, und ziemlich schlecht aussieht (Ich würde hier eigentlich ein anderes Wort für schlecht benutzen, aber das ist wahrscheinlich nicht angebracht).

Zustand: Mies, sieht aus als hätte er schon mehrere Weinachten hinter sich, und diese nicht unbedingt gut überstanden. Der Großteil der Äste hängt, oder eher sogar liegt, knapp über dem Boden. Die Äste sehen so aus, als hätten die Kinder ziemlich Spaß dabei am Baum rumzuziehen. Damit, wie schief der Baum ist, möcht ich gar nicht erst anfangen...

Platzierung: Da wo er eigentlich jedes Jahr steht, so ca. in der Mitte des Tannenplatzes.

Fazit: Es gibt eigentlich echt nichts Gutes über den Tannenbaum zu sagen, außer wie verdammt hässlich er doch ist. Auf einer Skala von 0-10 Christbaumkugeln (wobei 10 das beste ist und 0 schlechteste) geb ich dem Baum solide 2 Mitleidschristbaumkugeln, einfach nur, weil ich dem Baum keine 0 Christbaumkugeln geben möchte.

Zoe Grüner

Oberkirchberg
Oberkirchberg

Größe: ca. 20 m

Art: Fichte

Vibe: ziemlich mächtig und beeindruckend, weihnachtlich

Schmuck: kleine Lichterketten, jedoch nicht bis zur Spitze

Zustand: keine großen Lücken, schöne Äste

Platzierung: vor der Pizzeria „Harmonie“ (Deshalb sehen ihn vielleicht nicht so viele, weil man einen „Umweg“ fahren müsste)

Extra: einen Baumwächter, der aufpasst dass niemand den Baum beschädigt und vor nichts und niemandem Stopp macht.

Insgesamt ist der Baum echt schön und wirkt weihnachtlich. Nur der Schmuck zieht den Eindruck etwas herunter. Deshalb bittet Oberkirchberg um eine Spende in Form von etwa 2m Lichterkette, da es anscheinend nicht bis ganz zur Spitze gereicht hat. Vielleicht war das Thema dieses Jahr jedoch „Weniger ist mehr“, dann würde es ja passen. Da man in Hinsicht auf Corona eh schon auf so viel verzichten muss, dachte man wahrscheinlich man könnte auch auf 2m Lichterkette verzichten.

Punkte: Gänseblümchen

Sklala Legende:

5= Christstern

4= Rose

3= Gänseblümchen

2= Sonnenblume

Sophia Schreck

1= Stiefmütterchen

Unterkirchberg
Unterkirchberg

Größe: ca. 13 m

Art: Fichte

Vibe: niedlich, moppelig( im guten Sinne), weihnachtlich

Schmuck: Lichterkette mit kleinen Lichtern, bis zur Spitze, Lücken ohne Lichterkette

Zustand: von der Seite etwas schmal, keine großen Lücken

Platzierung: vor dem Rathaus, an der Straße ( viele Leute sehen ihn)

Insgesamt strahlt der Baum eine weihnachtliche Stimmung aus und wirkt sehr niedlich und moppelig (im guten Sinne). Das kommt wahrscheinlich davon, dass der Baum etwas kleiner ist und weit ausschlagende Äste hat. Der Schmuck besteht aus einer mit etwas größeren Lämpchen verzierter Lichterkette, doch der größte Teil davon befindet sich an der Spitze. Die unteren Lichterketten halten vorbildlich den Corona-Abstand ein, also circa 1m große Lücken zwischen den Reihen.

Punkte: Findet Nemo - Zoomania

Skala Legende:

Disneyfilme

5= Mary Poppins

4= Zoomania

3= Findet Nemo

2= Oben

Sophia Schreck

1= Das Dschungelbuch